Wie setzt man Visualisierungen optimal ein? [Interview der Ghezzo GmbH]

Im Rahmen unseres Messeaufenthaltes bei der Digitalize Bau+Immo 4.0 am 11. März 2020 hat der Veranstalter, die Ghezzo AG, ein Interview mit unserem Gründer Florentino Trezek über Visualisierungen, digitalem Darwinismus und dem Makler als Coach geführt. 

Herr Trezek, Visualisierungen sind mittlerweile aus der Immobilienvermarktung kaum mehr wegzudenken. Wie genau kann man daraus einen Nutzen ziehen?

Da gibt es gleich mehrere Bereiche, in denen die verschiedenen Arten von Visualisierungen unterstützen können. Mit einer virtuellen Renovierung beispielsweise zeigen Sie Interessenten welches Potenzial in renovierungsbedürftigen Immobilien steckt. Indem Sie die kritischen Räume wie Küche und Bad virtuell in neuem Glanz erstrahlen lassen, steigern Sie den Wert der Immobilie. Eine Visualisierung ist also ein wertvolles Instrument in der Akquise, mit dem Sie dem Eigentümer einen schnelleren Verkauf zum bestmöglichen Preis offerieren können.

Und dann gibt es natürlich noch die Neubauvisualisierungen, die Baupläne zu einem Immobilienerlebnis machen. So können Immobilienmakler bereits in der Planungsphase, also vor dem ersten Spatenstich, zeigen wie die Immobilie später aussehen wird.

Vorher Nachher virtuelle Renovierung

Spielen denn eigentlich in der trockenen Welt der Investoren Visualisierungen und die damit verbundene Emotionalisierung von Projekten eine Rolle?

 Auf jeden Fall! Die eben bereits genannte Visualisierung von Neubauten kann bereits in der Planungsphase unterstützen. Für Investoren, Architekten, Bauträger und Baufirmen bietet sie einen hohen Mehrwert bei der Projektplanung und Gewinnung von Investoren. Indem die Vision des Architekten in ein interaktives, fotorealistisches Bild übertragen wird, entsteht aus abstrakten Plänen etwas Erlebbares. So erhalten potenzielle Investoren lange vor Baubeginn ein genaues Bild von der geplanten Immobilie – von innen wie von außen. Nur mit einem schönen haptischen Exposé gewinnen Sie schließlich heute keinen Investor mehr.

Und die Visualisierung leistet noch mehr: denn häufig kriegen wir von unseren Kunden zu hören, dass Sie für die Bankfinanzierung eine Vorverkaufsquote erfüllen müssen. Diese können Sie mit Hilfe unserer Neubauvisualisierungen dann sehr viel besser erreichen als ohne derartige Instrumente.
Besonders mit neuesten Techniken wie dem Flatfinder ist es möglich Immobilien oder auch ganze Quartiere bereits in der Planungsphase zu visualisieren. So können potenzielle Käufer direkt sehen welche Immobilien verkauft, vermietet oder noch verfügbar sind. Außerdem lassen sich mit einer Visualisierung Proportionen und Perspektiven der Räume sowie das Zusammenspiel von Materialien, Oberflächen, Farben, Lichteinfall und der Umgebung veranschaulichen.

Flatfinder Großprojekt
Flatfinder Verfügbarkeitsansicht

Bei virtuellen Rundgängen auf der Website, verliert der Makler dabei nicht den direkten Kontakt zu potenziellen Kunden?

Diese Bedenken kann ich natürlich nachvollziehen, jedoch bekomme ich von vielen Immobilienprofis das Feedback, dass sie, basierend auf Ihrer Frage, den Zugang zum passwortgeschützten Rundgang insbesondere bei hochwertigen Immobilien im Anschluss an die Besichtigung anbieten.

Denn bei renovierungsbedürftigen Immobilien macht es durchaus Sinn die Touren zum Vorqualifizieren der Interessenten einzusetzen und so den Besichtigungstourismus um bis zu 80 % zu mindern. Provisionsstarke Immobilien dagegen eignen sich besonders dazu die 360° Rundgänge gemeinsam in Ihrem Büro zu besichtigen oder nach der Besichtigung einzusetzen.

Der Vorteil beim Einsetzen nach der Besichtigung: Sie halten den persönlichen Kontakt während der Besichtigung und bieten dem Interessenten als Zusatzleistung eine Entscheidungshilfe für zuhause. Und während der potenzielle Käufer mit dem zeitlich limitierten Zugang zur 360° Tour seine gewonnen Eindrücke verarbeitet, können Sie mit unserem Statistiktool genau sehen wann er welche Räume des Objektes wie lange besichtigt. Mit diesen wertvollen Informationen gehen Sie dann mit einer gestärkten Brust in die bevorstehende Preisverhandlung.

Ogulo ist ja ein Pionier in Sachen Digitalisierung der Immobilienwirtschaft. Wie hat sich für Sie der Markt in den letzten Jahren verändert und was für Trends sehen Sie?

Als wir vor über 7 Jahren mit Ogulo an den Markt gegangen sind, steckte die Digitalisierung in der Immobilienbranche noch in den Kinderschuhen und wir mussten potenzielle Kunden tatsächlich “zum Jagen tragen”. Zu groß war die Angst durch die Digitalisierung verdrängt zu werden.
Seitdem nehmen wir jedoch ein Umdenken wahr. Dazu gehört auch, dass sich das Berufsbild des Maklers ändert. Die Kunden werden immer digitaler, informieren sich zuallererst im Internet und wer als Dienstleister da nicht Schritt hält, wird es schwer haben sich zukunftsfähig aufzustellen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ich nenne das gerne digitalen Darwinismus. Es überlebt eben nicht der Stärkste, sondern der, der es schafft sich bestmöglich anzupassen.
Der Kundenkontakt wird also in den Fokus rücken, während Verwaltungsprozesse weiter automatisiert werden. Das bedeutet auch, dass der Makler mehr und mehr zum Coach wird, der auch über den Kauf hinaus noch beratend zur Seite steht. Da sind vor allem Themen wie Smart Home und Internet of Things interessant, mit denen Immobilienprofis ihre Expertise steigern können.

Ein weiterer spannender Trend um sich auf dem Markt neu zu positionieren ist Virtual Reality. Zum Beispiel in Verbindung mit einer Visualisierung kann Virtual Reality Technik das Immobilienerlebnis noch verstärken.
Ein großer Bereich, der den gesamten Immobilienvermarktungsprozess vereinfachen und dem Makler mehr Zeit für den Kundenkontakt geben wird, ist künstliche Intelligenz.
Ein Anwendungsbeispiel hierfür sind Chatbots, die inzwischen auf komplexe Anfragen reagieren können und dem Makler so repetitive Aufgaben abnehmen.

In Ihrem Blog geben Sie viele Tipps in Sachen Online Marketing. Was sind für Sie dabei die Top 3 Tipps, die Sie zur Immobilienvermarktung geben können?

An erster Stelle steht meiner Meinung nach eine Webseite, die Sie als digitale Visitenkarte optimal präsentiert. Damit die Webseite auch von potenziellen Kunden gefunden wird, müssen Sie außerdem für Traffic sorgen. Hierfür sollten Sie Ihre Seite unbedingt für Suchmaschinen optimieren. Dazu zählt unter anderem ein responsives Design, das auch auf Smartphones optimal angezeigt wird, sowie relevanter Inhalt, der dem Webseitenbesucher genau die Information bietet, die er gerade sucht. Dafür müssen Sie die richtige Zielgruppe ansprechen. Wenn ich also Immobilien akquirieren möchte, muss ich auf meiner Webseite auch gezielt Eigentümer ansprechen.

Ein zweiter wichtiger Tipp ist eine ansprechende Immobilienpräsentation, die über klassische 2D Bilder hinausgeht. Um sich von der Konkurrenz abzuheben und Interessenten wirklich zu begeistern, sollten Sie zusätzlich auf moderne Instrumente wie virtuelle Rundgänge, Visualisierungen oder Dollhouses setzen. Das spielt auch wieder auf den ersten Tipp ein. Denn besonders die 360° Rundgänge sorgen für enorm viel Traffic auf einer Webseite, da Interessenten die Touren zum Teil bis zu 5 Stunden virtuell besichtigen. Mit unserem Feature “eigene Domain” wird dieser Traffic Ihrer Webseite zugeschrieben.

Neben der Webseite würde ich außerdem dazu raten auch auf Social-Media-Kanäle zu setzen. Beispielsweise Facebook eine enorme Reichweite, wodurch neue potenzielle Kunden erreicht werden. Immobilienmakler haben so auch die Möglichkeit mit Kunden in den Dialog zu treten und sie an sich zu binden. Ein wichtiger Umstand, wenn man bedenkt wie wichtig Vertrauen als Entscheidungsfaktor geworden ist. Zusätzlich bieten Facebook, Instagram und Co. die Möglichkeit für kleines Geld sehr zielgerichtet Werbung zu schalten.

Wir danken der Ghezzo GmbH für dieses Interview.


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Johanna Dall'Omo

Als Content Managerin sind Blogbeiträge meine große Leidenschaft. Bei Ogulo beschäftige ich mich für Sie mit den neuesten Themen rund um die Digitalisierung in der Immobilienbranche.

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